Wunderbare Begegnungen in Tikamgarh

Mein letzter Arbeitsmonat in Indien ist in vollem Gange. Im Juni geht es gemeinsam mit den anderen Freiwilligen der Welthungerhilfe noch einmal nach Delhi, um dort unseren Abschlussworkshop abzuhalten. Im Anschluss werde ich für zwei Wochen ein wenig die Gebirgsregionen Nordindiens erkunden, bis ich schließlich am 25. Juni wieder in Deutschland landen werde.

Zeitgefühl ist hierzulande immer noch etwas Undefinierbares – manches Mal gab es arbeitsmäßig einige Durststrecken, während an anderen Tagen – insbesondere jetzt im letzten Monat – die Zeit mehr als rast. In Indien leben heißt auch Pläne zu kreieren, zu verwerfen und wieder neue zu schmieden, sei es im Hinblick auf Arbeit oder Urlaub.

So war für diese Woche eigentlich ein einwöchiger Aufenthalt im Projektgebiet geplant – doch alle Hotels waren ausgebucht, weil derzeit Wedding Season (mal wieder!) in der Region ist, da findet man so schnell kein freies Zimmer. Randnotiz: derzeit herrschen tagsüber mehr als 40°C. Ihr fragt euch, warum man bei diesen Temperaturen heiratet? Die jetzige Zeit ist insbesondere in den Dörfern beliebt, da die Farmer direkt nach der Ernte ihre Erträge zum Finanzieren der Hochzeit verwenden können.

Nach einigen SMS & Gesprächen ergaben sich letztendlich nach und nach konkretere Pläne für unsere Tätigkeiten der kommenden Arbeitstage. Montag und Dienstag ging es mit dem Auto erneut auf zwei Field Visits, diesmal in den Distrikt Tikamgarh (Bundelkhand, Madhya Pradesh), um Einblick in das Projekt zum Thema Integrated Water Resource Management zu erhalten. Diese Ausflüge gehören immer noch zu meinen Highlights in Indien – schließlich stellt es eine gute Gelegenheit dar, um ein Projekt hautnah zu erleben. Die abgelegenen Regionen strahlen etwas ganz Besonderes aus. Ruhe, frische Luft und verhältnismäßig wenig Menschentrubel sind nicht gerade Eigenschaften, die im Zusammenhang mit Indien genannt werden – doch hier findet man all das. Viele Häuser in den Dörfern sind bunt bemalt, wir fahren an zahlreichen Feldern und steinigen Landschaften vorbei, die Menschen versammeln sich in der Hitze oftmals unter schattenspendenden Bäumen. Bei einem Field Visit werden wir stets von mindestens einem Mitarbeiter unserer Partnerorganisation Parmarth begleitet, welcher unsere Fragen an die Dorfbevölkerung übersetzt. Trotz der Sprachbarriere sind die Begegnungen mit den Bewohnern immer wieder sehr intensiv. Wir werden herzlich empfangen, erhalten gern mal Einladungen zu Chai (Tee) oder Khaana (Essen) und freuen uns gemeinsam über die Begegnungen. Um euch dieses Gefühl zu vermitteln, zeige ich euch einige Bilder der Menschen, welche wir diese Woche getroffen haben. Ich freue mich besonders über die Fotos, da der Wunsch nach den Bildern vor allem von den Leuten ausging.

IMG_7323 Unterwegs im Distrikt Tikamgarh in Bundelkhand IMG_7382 IMG_7378 IMG_7469 IMG_7465 IMG_7474 IMG_7480 IMG_7478 IMG_7489

Erdbeben in Nepal

Am vergangenen Samstag saß ich mit meiner Mitfreiwilligen Fania ganz normal im Büro in Jhansi (Uttar Pradesh) zum Arbeiten. Plötzlich bemerkte sie, dass der Tisch wackelte. Unser Ansprechpartner kam gerade in den Raum, gemeinsam schauten wir draußen in den Garten, wo sich die Bäume schüttelten. Das war kurz vor 12h unserer Zeit. Wir waren erstaunt, verbuchten es in dem Moment jedoch eher als leichtes Erdbeben in unserer Region, die wahrhaftige Dimension war uns in diesem Augenblick nicht einmal ansatzweise bewusst. Nichtsdestotrotz googelten wir sofort nach weiteren Informationen, schon nach wenigen Minuten kam die erste Nachricht, dass das Epizentrum mit 7,5 auf der Richterskala in Nepal lag. Ab diesem Zeitpunkt machten wir nichts anderes mehr, als die indische und internationale Presse, facebook sowie twitter-Meldungen zu verfolgen, permanent trafen neue Infos ein. Das Erdbeben war mit unterschiedlicher Intensität in Nepal sowie in weiten Teilen Nordindiens zu spüren, so auch z.B. in Delhi, Uttar Pradesh, Bihar und West Bengal. So bemerkten auch unsere Mitfreiwilligen in den Sunderbans (West Bengal) das Erdbeben. Unsere Landesmentorin der Welthungerhilfe erkundigte sich per SMS bei uns und berichtete von einer „terrible rattling experience“ in Delhi.

Es handelt sich um das schwerste Erdbeben in der Himalaya-Region seit 80 Jahren. Das letzte starke Erdbeben in Nepal fand 1934 mit einer Stärke von 8,3 statt. Experten sprachen bereits seit längerer Zeit von einem weiteren bevorstehenden Erdbeben, doch den genauen Zeitpunkt konnte man nicht voraussagen. Erst vor einer Woche traf sich ein Expertenteam in Kathmandu, um sich über mögliche Vorbereitungsmaßnahmen zu beratschlagen. Ein Erdbeben dieser Stärke hat in Relation zur Beschaffenheit der Häuser und der Bevölkerungsdichte je nach Region unterschiedliche Ausmaße.

Es folgen seitdem stets weitere Nachbeben, die Zahl der Toten und Verletzten steigt unaufhaltsam und das Ausmaß der Zerstörung von Häusern und Nepals kulturellem Erbe wird immer deutlicher. Auch in Indien, in den nördlichen Gebieten von Uttar Pradesh und Bihar, sind Menschen ums Leben gekommen. Nach aktuellem Stand sind mehr als 5.000 Menschen gestorben sowie weitere 6.500 verletzt. Der Berichterstattung überschlägt sich vor lauter Meldungen.

Wer sich abseits von den Nachrichten der Presse informieren möchte, dem empfehle ich z.B. den Welthungerhilfe-Blog*. Dort berichten die Nepal-Landeskoordinatorin Barbara Zilly sowie Francesca Scheffl, verantwortlich für die Kommunikation der Welthungerhilfe in Südasien, von der Lage vor Ort in Kathmandu. Auf den facebook-Seiten der Welthungerhilfe allgemein bzw. der Welthungerhilfe South Asia erhaltet ihr ebenso Infos. Auch Rural Reconstruction Nepal (RRN), eine nepalesische Partnerorganisation der Welthungerhilfe sowie von Viva con Agua de St. Pauli e.V., berichtet auf ihrer facebook-Seite von der Situation nach dem Erdbeben. Der Guardian veröffentlicht fortlaufend Updates. Auf earthtrack.com könnt ihr euch zudem über Ort, Intensität und Uhrzeit weiterer Beben informieren.

Vergangenes Jahr im November war ich im Rahmen der Viva con Agua-Projektreise für 9 Tage in Nepal, um gemeinsam mit der Welthungerhilfe und RRN das von VcA geförderte Projektgebiet in Chitwan zu besichtigen. Wir verbrachten auch ein paar Tage in Kathmandu. Trotz der nur kurzen Zeit vor Ort beeindruckte mich Nepal durch die gesammelten Erfahrungen, spannenden Begegnungen und zahlreichen Eindrücke unfassbar schnell. Bereits damals berichtete uns ein Mitarbeiter der Welthungerhilfe, dass ein Erdbeben für Nepal eine der größten Gefahren in der weiteren Entwicklung darstellen würde.

Es ist nach wie vor unfassbar, was seit dem 25. April geschehen ist. Es ist wichtig, dass nun schnell und präzise geholfen wird. Die Menschen schlafen aus Angst vor Nachbeben größtenteils draußen. Insbesondere die Trinkwasser- und Sanitärversorgung sowie die hygienischen Bedingungen sind kritisch. An dieser Stelle möchte ich auf die Spendenmöglichkeit der Welthungerhilfe hinweisen. Die Spendengelder fließen direkt in die Notfallhilfe vor Ort, ihr könnt damit einen wichtigen Beitrag für Land & Leute leisten. Auf dieser Seite habt ihr die Möglichkeit, die Spendenhöhe sowie den entsprechenden Verwendungszweck auszuwählen:

Welthungerhilfe – emergency aid Nepal

Ich danke für eure Unterstützung.

* Nachtrag: eine umfassende Übersicht aller Mitteilungen der Welthungerhilfe zur gegenwärtigen Situation in Nepal findet ihr hier.

What does water mean to you?

Today I wish you a very happy World Water Day! But why do we celebrate it? In 1993 the United Nations General Assembly declared 22 March as official „World Water Day“ to strenghten the importance of this essential natural resource. Furthermore they recognized water and sanitation as a human right in 2010:

„The human right to water entitles everyone to sufficient, safe, acceptable, physically accessible and affordable water for personal and domestic uses.“

Unfortunately almost 750 mio people don’t have access to safe drinking water. Several people live in areas suffering from water scarcity and untreated waste water which e.g. leads to severe water-related illnesses, nutrition problems and unhygienic circumstances. Therefore it is really important to take care of our natural resources.

To appreciate water I asked some Indian friends, colleagues from my partner organization Parmarth Samaj Sevi Sansthan as well as people working at the Regional Welthungerhilfe Offices in Delhi and Kathmandu (Nepal) what water means to them. They had to write down their statement on a paper, so I (or themselves) could take a picture of them. Have a look at the photos including some really nice answers shown below!

But who is responsible to enable water for a sustainable world? Ban Ki-moon, Secretary-General of the United Nations, says:

„I appeal to Government leaders as well as civil society and the private sector to join forces to protect and share our most precious resource, and to build a more sustainable future for all.“

Last Friday the UN released its annual World Water Development Report, in which you can find information about upcoming changes, challenges as well as case studies related to water. I think this report includes some very helpful aspects both about the current situation and the future. You can download it for free here.

In the end, what does water mean to you? Have some nice conversations with friends & family, share your ideas and pictures on facebook, instagram etc., so everybody knows it’s world water day today! Now it’s your turn – ask yourself what you can do to take action, celebrate and fight for everybody’s right to water!

Special thanks to everybody for participating in this little photo campaign!

Manvendra Singh, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Manvendra Singh, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Suruchi Sharma, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Suruchi Sharma, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Kuldeep Singh, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Kuldeep Singh, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Arvind Kumar, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

Arvind Kumar, Parmarth Samaj Sevi Sansthan

People from Welthungerhilfe South Asia Regional Office in Delhi

People from Welthungerhilfe South Asia Regional Office in Delhi

Surendra Gautam, Welthungerhilfe Nepal

Surendra Gautam, Welthungerhilfe Nepal

Manish Bhardwaj

Manish Bhardwaj

Athang Jain, Jain Irrigation Systems Ltd.

Athang Jain, Jain Irrigation Systems Ltd.

Alka Singh

Alka Singh

Nitin Suri

Nitin Suri

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Abhishek Awchar

 

Wadi, lass uns einen Garten pflanzen!

Seit meinem letzten Beitrag hat sich einiges getan: gemeinsam mit meiner Mitfreiwilligen Fania wohne und arbeite ich inzwischen in Jhansi im Bundesstaat Uttar Pradesh. Die Stadt liegt ca. 5 Zugstunden (mit dem wunderbaren Bhopal Shatabdi Express!) südlich von Delhi entfernt. Wir haben unsere Partnerorganisation gewechselt, da die Arbeits- und Lebensbedingungen an unserem ersten Einsatzort für einen langfristigen Freiwilligeneinsatz nicht ganz so optimal waren. Ich lebe nach wie vor in Nordindien, doch ansonsten haben sich Bundesstaat, Partnerorganisation und Lebensumstände – vom Leben zwischen zwei Dörfern nun in einer Stadt – geändert.

Hier helfen wir Parmarth Samaj Sevi Sansthan bei ihrer Arbeit. Die NGO agiert in der Bundelkhand-Region, welche sich in Madhya Pradesh und Uttar Pradesh befindet und oftmals als eine der „most backwards areas of India“ bezeichnet wird. Begrenzte Wasserressourcen, extreme Wetterbedingungen (bis zu 50 Grad im Sommer, wenig und wenn sehr intensiver Regen während der Monsunzeit, im Winter fallen die Temperaturen teils bis zum Gefrierpunkt) und wenig fruchtbare Flächen sorgen dafür, dass viele Menschen keine Arbeit haben und somit unterhalb der Armutsgrenze leben.

Parmarth unterstützt insbesondere schwächere Mitglieder der Gesellschaft wie Angehörige unterer Kasten & Tribals, Frauen und Kinder, um deren Lebensumstände zu verbessern und einen langfristig gesicherten Lebensunterhalt zu ermöglichen. Sie arbeiten sowohl in ländlichen als auch urbanen Regionen.

Ihre Vision fassen sie folgendermaßen zusammen:

To contribute in building a society where all people can gain access to basic amenities such as education, health care, water & sanitation and livelihood opportunities and where all people can realize their full potential.

Dazu gibt es verschiedene Projekte, zum Beispiel auch von der EU, der Welthungerhilfe und Viva con Agua geförderte Projekte im Bereich WASH (Water, Sanitation & Hygiene).

Diese Woche gingen wir gemeinsam mit unserem Ansprechpartner der NGO erneut auf einen Field Visit, um das Wadi-Projekt in Talbehat zu besichtigen. Finanziell unterstützt wird es von der NABARD (National Bank for Agriculture and Rural Development of India). „Wadi“ richtet sich speziell an Tribals, ist Hindi und steht für „plant a garden“. Der Name ist Programm: Parmarth zeigt den Bewohnern, wie sie mithilfe von Obst-, Gemüse- und Getreideanbau ihren Lebensunterhalt verdienen können. Dabei lernen sie über Pflanzenzucht generell, Mischkulturen, organic Farming, wie sie die Produkte direkt auf dem Markt ohne Zwischenhändler verkaufen können uvm. Die Samen und Pflanzen werden zu Beginn bei Bedarf von Parmarth gestellt. Neben den angebauten Produkten verkaufen sie zudem natürliche Medizin, welche aus Waldpflanzen zusammengesetzt wird. Vom Projekt profitieren ca. 1.000 Familien (ca. 6-7 Familienmitglieder pro Haushalt). Zudem leistet Parmarth finanzielle Unterstützung beim Bau von Brunnen, um eine Bewässerung der Plantagen zu gewährleisten.

Ein Brunnen, welcher ausschließlich zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen genutzt wird.

Ein Brunnen, welcher ausschließlich zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen genutzt wird.

Das Projekt ist von 2010 bis 2017 vorgesehen, doch schon jetzt trägt die Arbeit Früchte: innerhalb der letzten 4 Jahre ist die Migration um 70% gesunken – während die Tribalangehörigen früher fortwandern mussten, um Arbeit zu finden, können sie sich nun ein Leben direkt vor Ort bei ihren Feldern finanzieren. Sunita, ein Mitglied der komplett aus Frauen bestehenden Self Help Group des Tribals Sahariya, berichtet uns freudig darüber, dass die Kinder nun auch Zugang zu Bildung erhalten und zur Schule gehen können. Für die Zukunft erhoffen sich die Bewohner noch mehr Erträge aus einer gesteigerten Produktion, da die Pflanzen zu einem Großteil noch nicht ausgewachsen sind. Von dem Geld möchten sie weitere Anbaumöglichkeiten finanzieren.

Wir wurden herzlich vom Sahariya Tribal empfangen und bekamen zur Begrüßung Blumen geschenkt. Eine hierzulande und auch in Nepal beliebte Geste der Gastfreundschaft.

Wir wurden herzlich vom Sahariya Tribal empfangen und bekamen zur Begrüßung Blumen geschenkt. Eine hierzulande und auch in Nepal beliebte Geste der Gastfreundschaft. (c) Fania 

Wir saßen mit einigen Angehörigen des Sahariya Tribals zusammen, um über ihre Erfahrungen seit Projektbeginn zu sprechen.

Wir saßen mit einigen Angehörigen des Sahariya Tribals zusammen, um über ihre Erfahrungen seit Projektbeginn zu sprechen.

Wohnhaus direkt neben der Plantage

Wohnhaus direkt neben der Plantage

Die Field Visits bringen immer wieder beeindruckende Momente mit sich – einerseits erhalten wir darüber die Möglichkeit eine Intervention direkt zu besichtigen. Doch vor allem die Begegnungen mit den Menschen sind besonders, wenn sie von einem gelungenen Projekt, aber vielmehr noch stolz von ihren eigenen, darauf basierenden Erfolgen berichten.

Stolz präsentierten uns die Bewohner ihre Plantage - hier mit Papaya.

Stolz präsentierten uns die Bewohner ihre Plantage – hier mit Papaya.

Dieses Bild muss sein: seit einigen Wochen bin ich großer Fan von Guaven. Zum Vergleich: in Deutschland kostet eine Frucht derzeit 2€ pro Stück, auf dem Markt in Talbehat werden sie für 20 Rupien pro Kilo verkauft. Das sind ca. 30 Cent.

Dieses Bild muss sein: seit einigen Wochen bin ich großer Fan von Guaven, sie sind einfach so lecker! Zum Vergleich: in Deutschland kostet eine kleine Frucht derzeit 2€ pro Stück, auf dem Markt in Talbehat werden sie für 20 Rupien pro Kilo verkauft. Das sind ca. 30 Cent.

Zwei Frauen der Self Help Group: rechts ist Sunita zu sehen.

Zwei Frauen der Self Help Group: rechts ist Sunita zu sehen.

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Obst- und Gemüsemarkt in Talbehat

Namaste Nepal! Auf Projektreise mit Viva con Agua.

Anfang November ging es gemeinsam mit Viva con Agua de St. Pauli e.V. (VcA) und der Welthungerhilfe nach Nepal auf Projektreise. Mit von der Partie: 12 Viva con Agua Supporter und zwei Mitarbeiter der Welthungerhilfe aus Bonn und Kathmandu.

Für die, die Viva con Agua nicht kennen: VcA ist ein gemeinnütziger Verein, der 2006 vom ehemaligen St. Pauli-Fußballspieler Benny Adrion gegründet wurde. Im Vordergrund der Vereinsarbeit steht Fundraising für WASH-Projekte (Water, Sanitation & Hygiene), um den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen in Entwicklungsländern zu ermöglichen. Die Spendengelder werden vorrangig über Aktionen wie ‘Spende dein Pfand für sauberes Trinkwasser’ auf Konzerten & Festivals gesammelt. Ich engagiere mich seit einigen Jahren ehrenamtlich für den Verein (insbesondere bei Viva con Agua München) und hatte dadurch die großartige Gelegenheit die Projektreise begleiten zu dürfen.

Nepal beeindruckt mit einer atemberaubenden Landschaft und wahnsinniger Gastfreundschaft. Wir haben leider nur einen Bruchteil zu Gesicht bekommen, aber das hat genügt, um sich ein wenig in das Land zu verlieben. Dieser fotogeladene Beitrag soll euch einen kleinen Eindruck davon verschaffen.

Nepal glänzt allerorts mit Farbenfreude.

Nepal glänzt allerorts mit Farbenfreude.

Leckeres nepalesisches Essen

Leckeres nepalesisches Essen namens Samaya Baji

Die Projektreise war eine wunderbare Gelegenheit, um einen Einblick in ein Projektgebiet zu erhalten, welches von Viva con Agua und der Welthungerhilfe Unterstützung bekommt. Die Welthungerhilfe arbeitet weltweit mit verschiedenen Partnerorganisationen zusammen. Dadurch lässt sich auf das Wissen und Erfahrungswerte von Locals zurückgreifen – ein Aspekt, der für erfolgreiche Entwicklungshilfe von großer Bedeutung ist. Im Fall des Projektgebiets in Chitwan handelt es sich dabei um Rural Reconstruction Nepal (RRN). Chitwan stellt einen äußerst gegensätzlichen Distrikt Nepals dar – einerseits ist dieser aufgrund von ausgeprägtem Tourismus innerhalb des Nationalparks mancherorts von Wohlstand gesegnet. An anderen Orten, insbesondere in höheren Gebirgslagen, herrschen hingegen ärmliche Verhältnisse.

Für mich war die Projektreise vor allem auch deshalb spannend, weil ich über das weltwärts-Programm in Indien ebenfalls mit Organisationen im WASH-Bereich arbeite. Zwar stellen Nepal und Indien Nachbarländer dar, so dass sich durchaus einige Parallelen erkennen lassen. Besonders hervorzuheben ist hierbei z.B. die „Klo-Kultur“. In beiden Ländern sind meist Hock-Toiletten anzufinden und Toilettenpapier gibt es auch nicht – stattdessen nutzt man Wasser und die linke Hand, um sich nach dem verrichteten Geschäft zu reinigen. Wiederum gibt es jedoch auch zahlreiche Unterschiede, welche nicht zuletzt durch geografische Begebenheiten bedingt sind – während in Indien an vielen Orten Wasserknappheit herrscht, hat Nepal dank der Gebirgslage eine bessere Ausgangsposition für die Wasserversorgung.

Toilettenhäuschen am Wegesrand mit Ausblick.

Toilettenhäuschen am Wegesrand mit Ausblick.

Bitte einmal hinhocken: typisches Klo hierzulande.

Bitte einmal hinhocken: typisches Klo hierzulande.

Doch nicht jeder hat einen Zugang zu Toiletten. Open Defecation ist stattdessen für zahlreiche Menschen Alltag. Weltweit haben 2,4 Milliarden Menschen keine ausreichende Sanitärversorgung. Dies hat fatale Auswirkungen auf die Gesundheit, Bildung, Sicherheit und Lebensqualität der Menschen, wie ihr im folgenden Video sehen könnt. VcA, die Welthungerhilfe und RRN wollen dem entgegenwirken. Um einen besseren Vergleich ziehen zu können, besichtigten wir sowohl Gebiete ohne bisherige Versorgung sowie Areale, in denen bereits Interventionen stattgefunden haben.

Die täglichen Ausflüge führten uns vor allem die Lebensumstände der Bewohner vor Augen: aufgrund der infrastrukturell schlecht erschlossenen Gebirgslage wird der Alltag zur großen Herausforderung. Der Gang zur Schule kann mehrere Stunden einnehmen, die Beschaffung von Wasser und Lebensmitteln wird zur Last und die Suche nach einem ’stillen Örtchen‘ im Freien raubt enorm viel Zeit. Um in die Projektgebiete zu gelangen, stand demnach ausgiebiges Wandern auf dem Programm.

Bevor unsere Wanderungen starten, düsen wir zunächst mit unseren Jeeps von unserer Unterkunft in die Projektgebiete. Steine und Flüsse stellen dabei keine Hindernisse dar.

Bevor unsere Wanderungen starteten, düsten wir zunächst mit unseren Jeeps von unserer Unterkunft in die Projektgebiete. Steine und Flüsse stellten dabei keine Hindernisse dar.

Unten: START. Oben: ZIEL. Auf diesem Berg schauten wir uns ein Gebiet ohne bisherige Sanitärversorgung an.

Unten: START. Oben: ZIEL. Auf diesem Berg schauten wir uns ein Gebiet ohne bisherige Sanitärversorgung an.

Verdiente Pause am Fluss nach dem ersten Wandertag.

Verdiente Pause am Fluss nach dem ersten Wandertag.

Eine Technik zur Wasserentkeimung, die den Bewohnern beigebracht wird: SODIS = Solar Water Disinfection. Durch UV-A-Strahlung im Sonnenlicht werden die Keime abgetötet.

Eine Technik zur Wasserentkeimung, die den Bewohnern beigebracht wird: SODIS = Solar Water Disinfection. Durch UV-A-Strahlung im Sonnenlicht werden die Keime abgetötet.

Der Anblick dieser wunderschönen Landschaft lässt jegliche Wanderstrapazen schnell vergessen.

Der Anblick dieser wunderschönen Landschaft ließ jegliche Wanderstrapazen schnell vergessen.

Immer wieder begegnen wir Infotafeln mit Bildern und Hinweisen, um hygienische Bedingungen hinsichtlich der Trinkwasser- und Sanitärversorgung zu gewährleisten.

Immer wieder begegneten wir Infotafeln mit Bildern und Hinweisen, um hygienische Bedingungen hinsichtlich der Trinkwasser- und Sanitärversorgung zu gewährleisten.

Besonders spannend waren die Momente, in denen wir mit Anwohnern ins Gespräch kamen – Surendra, Mitarbeiter der Welthungerhilfe in Kathmandu, stand uns dabei übersetzend zur Seite. Oftmals wurden wir von den Gemeinden mit Blumenketten und einem roten Punkt auf der Stirn zeremoniell begrüßt.
Im Gespräch mit der Dorfbewohnerin Shreemaya hat es mich vor allem gefreut, als sie von ihren Erfahrungen mit Bewohnern aus benachbarten Dörfern ohne bisherige Förderung sprach. Statt Neid zu empfinden, begegnen ihr andere Menschen vielmehr mit Neugierde und Interesse, um von ihrem Wissen über Wasser, Sanitation und Hygiene zu lernen. Schön, wenn solch ein Ausstrahlungseffekt zustande kommt.

Shreemaya ist Mitglied eines Wasserkomitees und übernimmt damit eine verantwortungsvolle Aufgabe, um andere Dorfbewohner auf WASH-Themen aufmerksam zu machen.

Shreemaya ist Mitglied eines Wasserkomitees und übernimmt damit eine verantwortungsvolle Aufgabe, um andere Dorfbewohner auf WASH-Themen aufmerksam zu machen.

Im Rahmen unserer Reise besuchten wir auch eine Schule, an der von VcA, der Welthungerhilfe und RRN finanzierte Toiletten gebaut wurden. Da der Wanderweg einige Zeit in Anspruch nahm, übernachteten wir auf dem Berg im Schulgebäude. Am nächsten Morgen stellten wir uns den Schülern vor und führten einige wasserbezogene Spiele mit ihnen durch.

Die Reisegruppe auf dem Weg zur Schule, welche sich oben auf einem Berg im Distrikt Chitwan befindet. 600 Höhenmeter legten wir dafür zurück.

Die Reisegruppe auf dem Weg zur Schule, welche sich oben auf einem Berg im Distrikt Chitwan befindet. 600 Höhenmeter legten wir dafür zurück.

Auf diesem Bild zu sehen: unser Wanderweg.

Auf diesem Bild zu sehen: unser Wanderweg.

Herrliche Natur auf dem Weg zur Schule.

Herrliche Natur auf dem Weg zur Schule.

Auf dem Schulhof

Auf dem Schulhof

Für die Schulkinder hatten wir einige wasserbezogene Spiele in petto. Außerdem spielten unsere Herren mit den Kids Fußball - die Freude war auf beiden Seiten groß.

Für die Schulkinder hatten wir einige wasserbezogene Spiele in petto. Außerdem zockten unsere Herren mit den Kids Fußball – die Freude war auf beiden Seiten groß.

Auf dem Schulhof.

Auf dem Schulhof.

Viva con Agua Nepal, yeah!

Viva con Agua Nepal, yeah!

Nach unserem Abstieg besuchten wir u.a. noch eine weitere Schule im Tal. Dort hatten wir die Gelegenheit mit dem Schuldirektor über die Wasser- und Sanitärversorgung zu sprechen. Es ging dabei u.a. um Hygiene-Schulungen im Rahmen der Schulzeit, den Einfluss der Menstruation auf die An-/Abwesenheit von Schülerinnen, die Anzahl der Toiletten uvm.

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Die Schüler hörten interessiert zu, während die Welthungerhilfe und Viva con Agua vorgestellt wurden.

Mit dem Schuldirektor sprachen wir über die Wasser- und Sanitärversorgung.

Mit dem Schuldirektor sprachen wir über die Wasser- und Sanitärversorgung.

Nach drei intensiven Wandertagen stand etwas Erholung an: zwei Personen reiteten auf einem Elefanten, während sich der Rest der Truppe für eine Bootsfahrt mit anschließender Wanderung im Nationalpark entschied. Doch wir schipperten nicht einfach so entspannt umher – links und rechts von uns lauerten immer mal wieder ein paar Krokodile, die unser Guide mit seinen Adleraugen stets sofort erspähte.

Zu zwölft setzten wir uns in diesen schmalen Einbaum, um die Natur zu bewundern und an Krokodilen vorbeizufahren.

Zu zwölft setzten wir uns in diesen schmalen Einbaum, um die Natur zu bewundern und an Krokodilen vorbeizufahren.

Es dauerte nicht lang, bis wir das erste Krokodil während unserer Bootsfahrt entdeckten.

Es dauerte nicht lang, bis wir das erste Krokodil während unserer Bootsfahrt entdeckten.

Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist schön.

Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist schön.

Ganz klar: Elefanten müssen warten, die Boote haben Vorfahrt!

Ganz klar: Elefanten müssen warten, die Boote haben Vorfahrt!

Nach der Bootsfahrt wanderten wir durch den Nationalpark. Nashörner und Tiger sahen wir leider keine, dafür waren wir wohl zu geschwätzig.

Nach der Bootsfahrt wanderten wir durch den Nationalpark. Nashörner und Tiger sahen wir leider keine, dafür waren wir wohl zu geschwätzig.

Bevor es nach Kathmandu zurückging, statteten wir noch einmal der lokalen Partnerorganisation RRN einen Besuch in ihrem Büro ab, um mit ihnen die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen und letzte Fragen zu klären.

In den Räumlichkeiten der NGO RRN tauschen wir uns über die Erkenntnisse der vergangenen Tage aus.

In den Räumlichkeiten der NGO RRN tauschten wir uns über die Erkenntnisse der vergangenen Tage aus.

In Kathmandu führten wir gemeinsam mit Viva con Agua Schweiz einen Abschlussworkshop zur Projektreise durch. VcA Schweiz war zeitgleich gemeinsam mit der Schweizer NGO Helvetas auf Projektreise, so dass wir unsere Erfahrungen miteinander austauschen konnten.
Außerdem hatten wir am Abreisetag noch ein wenig Zeit, um die Landeshauptstadt zu erkunden.

Streetart in Kathmandu

Streetart in Kathmandu

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Ich hoffe, dass die Arbeit von VcA, der Welthungerhilfe und RRN auch weiterhin erfolgreich Früchte tragen wird. Es ist bereits einiges geschafft, doch es geht noch so viel mehr.
Wenn auch ihr einen Teil dazu beitragen möchtet, könnt ihr gern die Arbeit von Viva con Agua unterstützen. Sei es durch eine Spende (hier online möglich!) oder durch euer eigenes Engagement als Supporter im Netzwerk, am Ende zählt nur eins:

Alle für
WASSER
für alle!

Raus aus dem Büro, rauf auf’s Feld

Bisher bestand mein Büroalltag vor allem darin, Texte über die Organisation zu lesen, einen Bericht der schwedischen Botschaft über die Projektarbeit von Tarun Bharat Sangh zu übersetzen sowie eine Präsentation zu erstellen. Doch kürzlich stand endlich unser erster Field Visit an – auch das beste Buch kann schließlich nicht das vermitteln, was vor Ort sichtbar wird.

Unser schniekes Gefährt während des Field Visits - ja, da passen wirklich 10 Leute rein!

Unser schniekes Gefährt während des Field Visits – ja, da passen wirklich 10 Leute rein!

Anlass für den Ausflug war der Besuch der Regierung (Bereich Bewässerung) aus dem Bundesstaat Maharashtra. Die Gruppe wollte sich anschauen, welche Strukturen in den letzten Jahrzehnten gebaut wurden. Um das entsprechende Wissen zu vermitteln, begleitete der für Kartographie verantwortliche Mitarbeiter von TBS die Reisegruppe während des Field Visits.

Blick auf die Karte, auf der alle Regenwasserauffangbecken verortet sind.

Blick auf die Karte, auf der alle Regenwasserauffangbecken verortet sind.

Die unterschiedlichen Strukturen zur Wasserkonservierung sind mit gemeinsamem Engagement verschiedener Communitys entstanden. So nimmt die Partizipation von Bürgern bei der Arbeit von Tarun Bharat Sangh einen wichtigen Stellenwert ein. Für mich persönlich ist das interessant, da meine Masterarbeit von Bürgerbeteiligung in urbanen Kreativquartieren handelte und es spannend ist, Engagement von Bürgern in unterschiedlichen Bereichen kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich künftig noch einiges darüber erfahren kann, wie Bürger in gemeinschaftliche Projekte zur Wasserthematik einbezogen werden können.

Ein öffentlicher Brunnen, an dem sich die Menschen für jegliche Lebenszwecke beschaffen; sei es zum Trinken, Körperpflege, Waschen oder Kochen.

Ein öffentlicher Brunnen, an dem sich die Menschen für jegliche Lebenszwecke beschaffen; sei es zum Trinken, Körperpflege, Waschen oder Kochen.

Nur mit viel harter körperlicher Arbeit zahlreicher Menschen konnten all diese Strukturen, in denen das Wasser aufgefangen wird, ermöglicht werden. Die Effekte machen sich in diversen Aspekten bemerkbar; um nur einige zu nennen: Die Menschen haben dadurch einen regelmäßigen Zugang zu Wasser und nutzen es als Trinkwasser, für die eigene Hygiene, zum Kochen, Waschen etc. Im Zuge dessen müssen insbesondere Frauen nicht mehr so weite Wege zurücklegen, um Wasser zu beschaffen. Auch die Landwirtschaft profitiert vom Wasser; damit einher geht auch eine bessere finanzielle Lage der Bevölkerung. Zudem gedeihen Flora & Fauna dank diverser Wasserstrukturen viel mehr. ‚Wasser ist Leben‘ bekommt hier eine ganz besondere Gewichtung.

Ein Damm, um das Wasser aufzufangen.

Ein Damm, um das Wasser aufzufangen.

Ein weiterer Damm.

Ein weiterer Damm.

Besonders schön war die Situation, in der wir einem Bauern begegneten. Seitdem TBS unter der Mitwirkung der Gemeinschaft Strukturen zur Wasserkonservation erschaffen hat, verzeichnet sich bei ihm ein gesteigerter Ertrag in der Landwirtschaft. Dies ist auch auf den gestiegenen Grundwasserpegel zurückzuführen. Felder können nun regelmäßig bewässert und dadurch sogar bis zu zwei Mal im Jahr bepflanzt werden. Spontan setzte er sich zu uns ins Auto und zeigte uns einen Brunnen in der Nähe.

Unser Weg führte uns zudem durch den Sariska Nationalpark, welcher direkt an unseren Wohnort angrenzt. Zwar haben wir die dort beheimateten Tiger leider (noch) nicht entdeckt, doch schon allein die facettenreiche Flora beeindruckte sehr. Außerdem lauerte an fast jeder Ecke das indische Nationaltier, der Pfau.

Auch diese Transportart ist in Indien äußerst populär - einfach auf's Dach setzen und los geht's.

Auch diese Transportart ist in Indien äußerst populär – einfach auf’s Dach setzen und los geht’s.

Sariska Nationalpark

Sariska Nationalpark

Sariska Nationalpark von oben aus betrachtet mit Blick auf ein Regenwasserauffangbecken.

Sariska Nationalpark von oben aus betrachtet mit Blick auf ein Regenwasserauffangbecken.

Passend zum Zusammenspiel von Mensch und Natur möchte ich abschließend auf die folgende aktuelle Videokampagne verweisen, in der prominente Schauspieler in Rollen von Mutter Natur, Regenwald, Ozean etc. schlüpfen. In beeindruckender Weise weist die Non-Profit-Organisation Conservation International sowohl auf den Umgang der Menschen mit der Natur hin sowie auf die von der Natur ausgehende Kraft. In diesem Sinne:

NATURE DOESN’T NEED PEOPLE – PEOPLE NEED NATURE.

Rajasthani Roadtrip

Kaum im Projektgebiet von Tarun Bharat Sangh angekommen, machten wir mit unseren Ansprechpartnern Pooja & Maulik schon nach wenigen Tagen einen längeren Ausflug quer durch den Bundesstaat Rajasthan. Während ich bereits in den ersten 1,5 Wochen vom turbulenten Straßenverkehr beeindruckt war, offenbarte sich auf dieser Tour noch einmal eine ganz andere Dimension. Ein Mix aus Geschwindigkeit, Schlaglöchern und Improviationskünsten erweckt das Gefühl einer Achterbahnfahrt. Wenn die Highway-Auffahrt mit Trucks verstopft ist, kann man schon mal spontan umdrehen, die Highway-Abfahrt (!) nehmen und oben auf der Straße einen U-Turn machen. Alles eine Frage der Problemlösung.

Im Zuge unseres Roadtrips besuchten wir die Familien der beiden. Dies führte uns zunächst für eine Nacht nach Jaipur (bekannt als „Pink City“ aufgrund der Häuserfarbe, wobei es eher orange ist) zu Mauliks Mutter, um anschließend weiter gen Westen zu Poojas Familie zu fahren. Ihre Familie wohnt in der ländlichen Wüstenregion ca. 100km von der pakistanischen Grenze entfernt. Vor Ort besichtigten wir unter anderem Baumwoll- und Erdnussfelder, kleine Tempel sowie verschiedene Regenwasserauffangbecken. Momentan erscheint das Gebiet noch recht grün. Doch die Monsunzeit klingt allmählich ab, so dass in einigen Wochen/Monaten Wanderdünen dominieren werden. Ein Großteil der Familie versammelte sich, um bei einem gemeinsamen Fest den Vorfahren zu gedenken. Dazu wurde ein großes Abendmahl aufgetischt, wofür u.a. extra ein Ziegenbock als Opfergabe geköpft wurde. Generell ernähre ich mich hier jedoch meistens vegetarisch.

Ausflug zur Familie unserer Ansprechpartnerin Pooja.

Ausflug zur Familie unserer Ansprechpartnerin Pooja.

Auf dem Weg zu einem Tempel passierten wir auch dieses Regenwasserauffangbecken.

Auf dem Weg zu einem Tempel passierten wir auch dieses Regenwasserauffangbecken.

Die Tage danach verbrachten wir bei Poojas Schwester in Jodhpur, auch bekannt als „Blue City“, da die Häuser hier zu einem Großteil blau bemalt sind. Dies soll angeblich einerseits einen kühlenden Effekt haben und darüber hinaus vor Moskitos schützen. An einem Tag besuchten wir einen lokalen Markt – ‚Shopping’ schaut hier ganz anders aus als bei uns daheim. Viele Sachen werden auf Wägen sowie in kleinen Ständen verkauft, die eher Garagen ähneln. In manchen Bekleidungsgeschäften muss man zudem sagen, was man gern anschauen möchte (lange Kurta, kurze Kurta, usw. – die Auswahl ist groß), ohne es vorher sehen zu können.

Die Zeit in Jodhpur war jedoch vor allem vom Monsun geprägt. Der heftige Regen hat hier in kürzester Zeit veranschaulicht, welche Gewalt er innehat. Der Bundesstaat Rajasthan befindet sich in einer ariden bis semi-ariden Region. Regenfälle treten hier nur selten innerhalb einer kurzen Periode von wenigen Monaten auf, dafür aber mit unglaublicher Intensität. Überflutete Straßen sind zu dieser Zeit keine Seltenheit. So mussten wir aufgrund der unbefahrbaren Straßen einen Umweg nehmen, als wir mit Ganesha – dem Elefantengott – an seinem Geburtstag „Ganesh Jayanti“ an eine Wasserquelle fahren wollten, um diesen dort zu baden. Auch unsere Rückfahrt verzögerte sich aufgrund der Regenfälle um einige Tage. Doch die unglaubliche Gastfreundlichkeit der Familie ließ die Regenzeit schnell verstreichen. Auch hier hieß es wieder: schlemmen, schlemmen, schlemmen. An einem Abend sollten Fania und ich eigentlich etwas Deutsches kochen – das ist jedoch leichter gesagt als getan. Diverse Rezepte, die uns in den Sinn kamen, enthielten unauffindbare Bestandteile. Mangels Zutaten kauften die anderen letztendlich Burger & Pizza – selbst diese waren mit Paneer (Käse), Chilis und italienischen Kräutern (natürlich auch mit Chili) indisch angehaucht. Als krönende Sahnehaube gab es noch eine Torte mit persönlicher Widmung für Fania und mich. Da man uns gern zeitgleich ruft (Fania and Tini), hatten wir FANINI als Namensfusion vorgeschlagen. Zu unserer großen Freude stand genau das auf der Torte.

Ganesh Jayanti aka der Geburtstag vom Elefantengott Ganesha.

Ganesh Jayanti aka der Geburtstag vom Elefantengott Ganesha.

Prasad - Opferspeise anlässlich Ganeshas Geburtstag.

Prasad – Opferspeise anlässlich Ganeshas Geburtstag.

Ein Hauch von Sahne: Finini (eigentlich Fanini) ist unser Vorschlag, um uns zeitgleich zu rufen. Geht schließlich viel schneller als Fania und Tini. Liebenswerterweise bekamen wir diese Torte geschenkt.

Ein Hauch von Sahne: Finini (eigentlich Fanini) ist unser Vorschlag, um uns zeitgleich zu rufen. Geht schließlich viel schneller als Fania und Tini. Liebenswerterweise bekamen wir diese Torte geschenkt.

Generell zeigten mir diese Tage, wie unterschiedlich Indien sein kann. Einerseits wird man stets intensiv als Auswärtiger angestarrt, so dass ich mich im ersten Moment so fremd wie in noch keinem anderen Land fühle, wenn ich die Straßen entlang laufe. Sobald man jedoch mit den Menschen in Kontakt kommt, wird man mit einer wahnsinnig herzlichen Gastfreundschaft aufgenommen. Die Leute hier sprechen gern Einladungen zu sich nachhause aus – sei es nur für einen kurzen Chai oder für einige Tage zu Besuch, um deren Heimat kennenzulernen. Beeindruckend, diese Offenheit.

Vom Dschungel, Straßenverkehrsordnung, Monsun und Stromausfällen: willkommen im Projekt!

Seit dem 25. August befinden Fania und ich uns im Projektgebiet von Tarun Bharat Sangh. Hier werden wir die kommenden 10 Monate verbringen und die Organisation bei ihrer Arbeit unterstützen. TBS setzt sich insbesondere für den Zugang zu sauberem (Trink-)Wasser ein. Weitere Infos dazu findet ihr unter „Das Projekt“.

Bereits die ca. 6-stündige Autofahrt von Delhi zum Projekt war ein Erlebnis für sich. Offiziell herrscht hier zwar Linksverkehr, in der Praxis gilt jedoch: wo Platz ist, wird überholt. Egal ob links, rechts, mittig oder am Straßenrand. Sicherheitsabstand einhalten? Ach was. Personentransportbegrenzung? Man kann sich doch auf’s Dach vom Bus oder zu dritt auf’s Motorrad setzen. Geschwindigkeitsbegrenzung? Ich bin mir noch nicht sicher, ob diese existiert. Außerdem gibt es hier ja auch noch weitere Verkehrsteilnehmer wie Kühe und Kamele. Da weiß man die deutsche Straßenverkehrsordnung schlagartig zu schätzen.

Kamele sind hier in der Region ganz normale Verkehrsteilnehmer.

Kamele sind hier in der Region ganz normale Verkehrsteilnehmer.

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Pad Yatra – ein Fußmarsch, dem man derzeit oft auf den Straßen begegnet. Die Menschen wandern aufgrund eines bestimmten Anlasses bzw. um an einen heiligen Ort zu pilgern. Angeführt werden sie oft von Festwagen mit lauter Musik. (Leider nur aus dem Auto heraus fotografiert.)

Unser Arbeitsplatz ist zugleich Ort unserer Unterkunft. Wir leben in einer ländlichen Region im Bundesstaat Rajasthan zwischen den beiden Städten Jaipur (Hauptstadt von Rajasthan) und Alwar. Um uns herum? Land, das Aravalligebirge und Dschungel – direkt nebenan befindet sich der Sariska National Park, in dem Tiger beheimatet sind. Auch nach einigen Tagen flasht es immer noch sehr, wenn man hier von exotischen Tieren wie Pfauen, Geckos oder Affen umgeben ist. Ich hoffe nur, dass mir die Begegnung mit Schlangen erspart bleibt – aufgrund meiner diversen Nachfragen dazu habe ich schon den Ruf als Angsthase weg.

Am wichtigsten: wir wurden herzlich aufgenommen und haben zwei sehr nette Ansprechpartner (ein junges Ehepaar, beide Ende 20) an unserer Seite.

Hier nun ein paar Impressionen von unserem Wohn- und Arbeitsort:

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Unten befindet sich das Büro, in dem wir arbeiten.

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Blick auf das Küchengebäude von der Terrasse aus.

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Oben links befindet sich mein Zimmer.

Wenn es im Zimmer zu heiß ist, wird draußen unterm Sternenhimmel geschlafen. Für mögliche Besuche von z.B. Affen hatte vorsichtshalber jeder von uns einen Holzstock im Bett.

Wenn es im Zimmer zu heiß ist, wird draußen unterm Sternenhimmel geschlafen. Für mögliche Besuche von z.B. Affen hatte vorsichtshalber jeder von uns einen Holzstock im Bett.

Hinter der linken Tür verbirgt sich mein Zimmer.

Hinter der linken Tür verbirgt sich mein Zimmer.

Blick auf den herrlich kitschigen Sonnenuntergang über dem Aravalligebirge, betrachtet von unserer riesigen Dachterrasse.

Blick auf den herrlich kitschigen Sonnenuntergang über dem Aravalligebirge, betrachtet von unserer riesigen Dachterrasse.

Die Assimilation schreitet voran: schon nach wenigen Tagen hat man zur Feier ‚Ganesh Chaturthi’ vom Elefantengott ‚Ganesha’ den ersten roten Punkt auf der Stirn.

Die Assimilation schreitet voran: schon nach wenigen Tagen hat man zur Feier ‚Ganesh Chaturthi’ vom Elefantengott ‚Ganesha’ den ersten roten Punkt auf der Stirn.

Bevor wir mit der Arbeit loslegen konnten, stand jedoch zunächst die örtliche Registrierung beim Foreigner’s Registration Office (FRO) an. Klingt banal und bürokratisch, ist allerdings äußerst spannend. Berge von diversen Formularen & Anträgen, ein undurchschaubarer Ablauf und viel Verwunderung unsererseits. Insgesamt kamen wir viermal in den Genuss – 1x in Delhi, 1x in Jaipur, 2x in Alwar.

Der Vorteil von zahlreichen Behördenbesuchen: man kommt viel in der Gegend herum. Hier sieht man – wie so oft – eine Kuh am Straßenrand und im Hintergrund ein Fort in einem See in Jaipur.

Der Vorteil von zahlreichen Behördenbesuchen: man kommt viel in der Gegend herum. Hier sieht man – wie so oft – eine Kuh am Straßenrand und im Hintergrund ein Fort in einem See in Jaipur.

Neben den diversen Eindrücken zu Land & Leuten spüren wir zudem, wie sehr wir persönlich auf eine konstante Stromversorgung eingestellt sind. Da wir hier in einer „Remote-Area“ leben, kommt es gern mal vor, dass der Strom für einige Minuten bis Stunden ausfällt. Dies geschieht momentan aufgrund des Monsuns besonders häufig. Da kommt man schon mal ordentlich ins Schwitzen, wenn bei den heißen Temperaturen (ca. 35-40°C) mitsamt hoher Luftfeuchtigkeit nachts der Ventilator ausfällt. Abendbrot bei Kerzenschein und Taschenlampe ist auch keine Seltenheit.

Internet gibt es hier auch nur begrenzt von 7 bis 19h – wenn nicht der Monsun in die Quere kommt oder die Datenvolumenbegrenzung.

Die vergangenen Tage waren wir gemeinsam mit unseren Ansprechpartnern quer unterwegs durch Rajasthan, um ihre Familien zu besuchen. Zahlreiche neue Eindrücke, Achterbahnfahrt-ähnliche Roadtrips, mehr Monsun, unglaublich viel Essen – Näheres dazu im nächsten Blogeintrag!

Bis bald, Delhi!

Seit einer Woche befinden wir uns nun in Delhi, viele erlebnisreiche Tage liegen hinter uns. Am vergangenen Sonntag (17. August) kamen wir nachts gegen kurz nach 1h am Indira Gandhi International Airport an und wurden zunächst von der Kombination aus Hitze & hoher Luftfeuchtigkeit erschlagen. Unser Landesmentor Stefan nahm uns in Empfang und fuhr gemeinsam mit uns zu unserem Hotel. Bereits die actionreiche & lautstarke Taxifahrt führte uns mit rasanter Geschwindigkeit in die neue Umgebung ein. Was für uns der Blinker ist, ist hier die Hupe. Horn please!

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Die Städt schläft nie – auch nachts herrscht reger Straßenverkehr.

Den ersten Tag – immer noch Sonntag, nur nach ausgiebigem Ausschlafen – gingen wir recht entspannt an und besuchten das India Gate sowie Humayun’s Tomb, welches zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

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UNESCO Weltkulturerbe Humayun’s Tomb

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Auf dem Gelände von Humayun’s Tomb.

Die darauf folgende Woche war geprägt vom Kennenlernen des Regionalbüros für Südostasien der Welthungerhilfe. So trafen wir die verschiedenen Mitarbeiter, sprachen über interkulturelle Kommunikation und Verhaltensweisen. Wir folgten außerdem der Einladung zur Deutschen Botschaft in New Delhi. Es ist jedoch eine große Herausforderung, bei dem vorherrschenden Klima genügend Energie bereitzuhalten. Aber so langsam gewöhnt man sich dran – schwarzer Tee, Kaffee & frisches Obst sorgen für den nötigen Energieschub.

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Zu Besuch bei der Deutschen Botschaft in New Delhi, der Berliner Bär ist auch am Start.

Zudem genossen wir das indische Essen & entdeckten diverse Märkte, u.a. den Khan Market, Janpath Market etc. Sehenswürdigkeiten wie Jama Masjid, eine der weltgrößten Moscheen, und Red Fort standen ebenfalls auf unserer to do-Liste. Am besten lässt sich die Stadt mit der Auto-Rickscha erkunden, unser Geschick in Preisverhandlungen wird auch stetig besser. Bei den Fahrten muss man allerdings einige Abgase aushalten; so gehört Delhi zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung, was bereits nach kurzer Zeit am eigenen Leib spürbar ist.

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Wir sind allesamt offiziell Naan-süchtig (aka Brot).

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Nächtliche Auto-Rikscha-Fahrt, definitiv ein Erlebnis für sich.

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Unser Outfit für die Moschee Jama Masjid. Barfuß & verhüllt in farbenfroher Kleidung.

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Ein weiteres Bild der Jama Masjid.

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Red Fort

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Buntes Markttreiben auf dem Janpath Market.

Auch zum Thema Wasser erhielten wir einige interessante Informationen. So wird das Leitungswasser nur 1-2 Mal am Tag für jeweils ca. 2h durch die Rohre gepumpt – wer dennoch einen permanenten Zugang zu Wasser haben möchte, stellt sich Wassertanks auf die Häuserdächer. Diese werden entweder über eine automatische Pumpe oder manuell gefüllt. Übrigens geht ca. die Hälfte des Leitungswassers aufgrund maroder Rohre unterwegs verloren. Da weiß man das trinkfähige und stets verfügbare Leitungswasser daheim einmal mehr zu schätzen.

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Blick auf Old Delhi von Jama Masjid aus gesehen. Oben auf den Dächern befinden sich die besagten Wassertanks.

Morgen früh geht es für Fania und mich nach Alwar zu unserem Projekt ‚Tarun Bharat Sangh‘. Die anderen sechs weltwärts-ler sind heute nach Kalkutta gereist, um dort auf ihre Projekte vorbereitet zu werden. Wir sind allesamt schon sehr gespannt, die Partnerorganisationen kennenzulernen.

Delhi ist jedenfalls wahnsinnig beeindruckend, auch wenn wir momentan nur einen Bruchteil dieser Weltmetropole erlebt haben.

Was reizt dich?

Hallo miteinander,

benni_was reizt dichschön, dass ihr den Weg zu meinem Blog gefunden habt! In den kommenden 10 Monaten halte ich euch hier auf dem Laufenden, welche Erlebnisse mir während meines weltwärts-Freiwilligendiensts in Indien widerfahren. In der Zeit werde ich mich bei einer Partner-Organisation der Welthungerhilfe namens Tarun Bharat Sangh engagieren, die sich für den Zugang zu sauberem Wasser einsetzt.

Doch wie kam es eigentlich dazu?

Zu meinen Vorbereitungen vor der Abreise gehörte unter anderem das Leerräumen meines Münchner WG-Zimmers, um es zur Zwischenmiete freizugeben. Im Zuge dessen durchstöberte ich allerhand angesammelte Sachen, so auch das Hamburger STADTLICHH Magazin #2 aus dem Jahr 2011. Wie es der Zufall will, fand ich dort ein kurzes Interview mit Benny Adrion. Er ist Gründer der Trinkwasserinitiative Viva con Agua de St. Pauli e.V., für die ich mich seit einigen Jahren engagiere. Nähere Infos zum Verein findet ihr unter ‚Über mich‘.

Die Frage an Benny lautete: WAS REIZT DICH?

Diese Frage stellte ich mir beim Durchlesen auch in Bezug auf mein Auslandsjahr. Was reizt MICH?

Es ist der Wunsch ein anderes Land mit seinen Menschen, der Kultur, der Lebensart, den verschiedenen Religionen, dem Essen, der Landschaft und so viel mehr kennenzulernen und dadurch im Umkehrschluss auch mehr über mich und meine Heimat zu erfahren. Ich möchte darüber hinaus mehr über Entwicklungshilfe, im Speziellen die der Welthungerhilfe, lernen. Im Rahmen meines Engagements bei Viva con Agua zitiere ich gern die Vision der Welthungerhilfe: Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Der Satz ist wunderbar formuliert. Doch wie funktioniert dies in der Praxis & wie nachhaltig kann Entwicklungshilfe sein? All diese Gedanken und Fragen machen die Zeit in Indien so reizvoll für mich.

Seit Sonntag befinden wir uns in New-Delhi, um im Südasien-Regionalbüro der Welthungerhilfe unsere Landesansprechpartner kennenzulernen und auf Indien eingestimmt zu werden. Am 25. August geht es für uns dann weiter in unsere jeweiligen Projektgebiete, wo wir die nächsten Monate leben werden.

Ich blicke gespannt auf die kommende Zeit und freue mich, euch zu berichten.

Macht’s gut.

Tini